FAQ

90% der benötigten Sportstätten für die Spiele sind an Rhein und Ruhr bereits heute vorhanden und in täglicher, wöchentlicher oder jährlich Nutzung. Sie werden durch die meist privatwirtschaftlichen Betreiber fit für die Zukunft gehalten, auch unabhängig von möglichen Olympischen und Paralympischen Spielen. Durch Olympia und ein festgelegtes Zieldatum haben wir die große Chance, essenzielle Zukunftsthemen, die die Menschen beschäftigen, schneller umzusetzen. Darin liegt der wahre Wert von möglichen Spielen an Rhein und Ruhr. Sie können ein Motor dafür sein, dass die Menschen schneller und nachhaltig von den Investitionen in die Infrastruktur zwischen Rhein und Ruhr profitieren. Die Vernetzung der Mobilität und Digitalisierung kennen keine Grenzen, deswegen kann auch keine Kommune, kein Landkreis und kein Unternehmen Lösungen isoliert erarbeiten. Wenn man das Kirchturmdenken der einzelnen Kommunen in Nordrhein-Westfalen aufbricht, was uns bereits gelungen ist, und nicht in „Ich“, sondern in „Wir“ denkt, besteht die große Chance, die wichtigen Zukunftsthemen im gemeinsamen Schulterschluss anzugehen und umzusetzen. Um ein konkretes Beispiel zu nennen: Wenn man das vorhandene Schienennetz einheitlich und übergreifend digitalisiert, kann man im öffentlichen Fernverkehr 40 Prozent mehr Auslastung anbieten, ohne, dass ein Kilometer Schiene neu gebaut werden muss. 20 Prozent sind es im öffentlichen Nahverkehr. Dadurch kann die Taktung immens erhöht werden. Die Beschleunigung der Vernetzung der Mobilität und Digitalisierung in der Metropolregion ist eine riesige Chance für die Menschen, die hier leben. Viele dieser Projekte, von denen Millionen von Bürgern und die ganze Region Nutzen haben werden, passieren nicht für Olympia, sondern durch Olympia. Darin liegt der eigentliche Wert von Olympischen und Paralympischen Spielen an Rhein und Ruhr und gibt eine Antwort auf die Frage der Bürgerinnen und Bürger „Was habe ich davon?“. Das weltweit einzigartige Potenzial an Rhein und Ruhr mit 9 DAX-Unternehmen, 11 MDAX-Unternehmen (Stand: Ende September 2019), 450.000 mittelständischen Unternehmen, 500.000 Studierenden, einer gut ausgebildeten Bevölkerung und zahlreichen Start-ups bildet dabei die Basis für eine einzigartige Vision der Rhein Ruhr City: Die Schaffung einer Innovations- und Mobilitätsregion, an deren Ende die modernste Metropolregion Europas steht, mit den Arbeitsplätzen der Zukunft, rund um die Universitäten.

Insgesamt 14 Kommunen und inzwischen auch weitere interessierte Kommunen sind Bestandteil unseres Konzepts: Aachen, Bochum, Bonn, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen, Köln, Krefeld, Leverkusen, Mönchengladbach, Oberhausen und Recklinghausen. 14 Kommunen, die sich für die Idee begeistert haben, Kräfte und Synergien für ein übergeordnetes Ziel zu bündeln und als eine Metropolregion zu denken. Die großen Herausforderungen der Zukunft, wie die vernetzte Mobilität und Digitalisierung können nur als Region gedacht und realisiert werden. Alle 14 Kommunen und auch die Landtagsfraktionen von CDU, SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen (https://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD17-7755.pdf ) haben die Potenziale erkannt, die hinter dem Wir-Denken stecken.

Durch die Agenda 2020 des IOCs besteht erstmals in der Geschichte der Olympischen und Paralympischen Spiele die Möglichkeit, dass sich auch Regionen für die Spiele bewerben können. Der Wegfall der Mindestkapazitäten von Zuschauerplätzen ermöglicht zudem einen flexibleren Einsatz bereits vorhandener oder temporärer Sportanlagen in einer Stadt oder Region. Außerdem können schon heute 115.000 Hotelbetten in der Region als Übernachtungsmöglichkeiten angeboten werden. Die Vorgabe des IOCs liegt bei 42.000 Betten. Das Konzept der Rhein Ruhr City-Initiative ist das erste Konzept, welches zu 100% auf die Agenda 2020 einzahlt. Die Region Rhein-Ruhr bietet außerdem ein einzigartiges Sportpotential. Knapp 19.000 Sportvereine mit über fünf Millionen Mitgliedern machen Nordrhein-Westfalen zum Sportland Nummer 1 in Deutschland. Laut des Markt- und Sozialforschungsinstituts Ipsos fühlen sich die Menschen in Nordrhein-Westfalen im Bundesländervergleich überdurchschnittlich wohl. Aspekte wie ein sicheres Einkommen, keine Angst vor der Zukunft und gute Kontakte zur Familie machen das Land lebenswert.

90% der benötigten Sportstätten sind bereits heute vorhanden und in wöchentlicher, monatlicher oder jährlicher Nutzung und werden – auch unabhängig von Olympischen und Paralympischen Spielen – von den jeweiligen, zumeist privatwirtschaftlichen Sportstättenbetreibern nachhaltig modernisiert und fit für die Zukunft gehalten. Das Sportstättenkonzept Rhein Ruhr City 2032 ist damit nachhaltig, bevor die Spiele begonnen haben und ist auch in der Nachnutzung nachhaltig. Jede Sportstätte hat bereits heute ein entsprechendes Verkehrskonzept vorliegen. Mit einem von der Landesregierung initiierten und deutschlandweit einzigartigen Förderprogramm für Sportstätten stärkt NRW seine Stellung als Sportland Nummer Eins: Insgesamt stehen im Rahmen des Programms "Moderne Sportstätte 2022" den Vereinen in NRW 300 Millionen Euro zur Verfügung, die vom Land NRW aktuell zur Verfügung gestellt werden. Sportvereine und -verbände werden davon in einem noch nie da gewesenen Ausmaß profitieren. Ein wichtiger Impuls, um den Sanierungsstau abzubauen und den Breitensport sowie das Ehrenamt zu fördern. Uns geht es darum, das zu nutzen, was schon da ist und auch darum, etwas zu schaffen, was im Anschluss weiter genutzt wird.

Zum Leichtathletik-Stadion gibt es drei verschiedene Ideen. Die erste: Falls ein Bundesligist ein neues Stadion plant, kann temporär eine Leichtathletik-Bahn installiert werden, die nach den Spielen zurückgebaut werden kann. Die zweite Möglichkeit: Ein temporäres Stadion, das danach wieder komplett zurück gebaut wird. Als dritte Option möchten wir fragen, ob NRW als größtes Bundesland Deutschlands ein Multifunktionsstadion, das sich temporär auf 60.000 Zuschauerplätze erweitern ließe, für rund 25.000 Zuschauer haben sollte, in dem auch zukünftig nationale und internationale Leichtathletik-Wettkämpfe ausgetragen werden können. Wichtig ist uns, gemeinsam mit den Menschen, die hier leben, ein ökologisch und ökonomisch nachhaltiges Konzept zu erarbeiten. Dafür steht die Nutzung von schon heute existierenden und temporär errichteten Sportstätten im Vordergrund. 90 Prozent der Sportstätten für die Spiele sind schon heute vorhanden und werden wöchentlich, monatlich oder jährlich genutzt.

Das Olympische Dorf soll dort entstehen, wo Wohnraummangel herrscht. Geografisch kommt die Region zwischen Köln, Düsseldorf und Essen infrage, da das Olympische Dorf im Zentrum der Sportstätten liegen muss. Es können auch Kommunen in Frage kommen, die jetzt noch nicht zu den 14 Austragungsorten gehören. Bei der Planung fragen wir nicht: Was ist die Notwendigkeit für ein Olympisches Dorf, sondern gehen von der Nachnutzung aus und erstellen dann die zu verändernden Parameter für ein Olympisches Dorf. Ganz nach dem Motto „Form follows function“. In der Nachnutzung halten wir es für sinnvoll, diese mit einem Konsortium aus regionalen Wohnungsgenossenschaften und nationalen Wohnungsgesellschaften auszuarbeiten. Unter Berücksichtigung wichtiger ökologischer Aspekte: Wie verhält es sich mit der letzten Meile, wie mit der CO2-Neutralität und wie sehen faire Arbeitsbedingungen vor Ort aus? Wir stehen im Austausch mit interessierten Kommunen, in einem strukturierten Verfahren.

Die Spiele sind keine zwingende Voraussetzung für Investitionen in den ÖPNV, aber mit einem Zieldatum oder einem Dekadenprojekt können innovative und infrastrukturell wichtige Projekte für die Metropolregion schneller realisiert werden. Darin liegt der Wert von möglichen Spielen an Rhein und Ruhr. Sie können ein Motor dafür sein, dass die Menschen schneller und nachhaltig von den Investitionen in Infrastruktur (vernetzte Mobilität) und Digitalisierung in der Metropolregion profitieren. Um ein konkretes Beispiel zu nennen: In München wurde durch die Olympischen Spiele 1972 der Bau von U- und S-Bahnen maßgeblich beschleunigt. Heute, fast 50 Jahre später, profitiert die Stadt noch immer von den damaligen Investitionen. Ein weiteres Beispiel: Wenn man das vorhandene Schienennetz digitalisiert, kann man im öffentlichen Fernverkehr 40 Prozent mehr Auslastung anbieten, ohne, dass ein Kilometer Schiene neu gebaut werden muss. 20 Prozent sind es im öffentlichen Nahverkehr. Dadurch kann die Taktung immens erhöht werden, das ist heute schon möglich. Olympia könnte hier ein großer Beschleuniger sein und würde notwendige Mittel dafür schneller frei machen.

Die große Chance durch Olympische und Paralympische Spiele besteht darin, essenzielle Zukunftsthemen, die die Region beschäftigen, wie die vernetzte Mobilität und Digitalisierung, entscheidend voranzutreiben. Olympia kann ein Motor dafür sein, dass die Menschen schneller und nachhaltig von den Investitionen in die Infrastruktur der Mobilität und Digitalisierung zwischen Rhein und Ruhr profitieren. Diese Themen werden getrieben, nicht FÜR die Spiele, sondern DURCH die Spiele. So wie es beispielsweise bei den Spielen in München 1972 der Fall mit den U- und S-Bahnen war, was heute, knapp 50 Jahre nach den Spielen, noch immer nachhaltig ist.

Die Anreise zu Olympischen und Paralympischen Spielen wird es immer geben – unabhängig davon, auf welchem Kontinent und in welchem Land sie stattfinden. An Rhein und Ruhr, als Ballungszentrum im Herzen Europas, fällt die Anreise aufgrund der besonderen Lage unter klimatischem Aspekt vergleichsweise gering aus: Die geplanten Standorte können allesamt von über 220 Millionen Menschen innerhalb von sechs Zugstunden erreicht werden. Unser Ziel ist es zudem, die ersten plastikfreie Spiele zu sein. Dass Olympische und Paralympische Spiele ohne Plastik auskommen, sollte in den 2030ern selbstverständlich sein. Aber wieso nicht auf dem Weg dorthin wichtige Schritte in diesem Bereich durch mögliche Spiele schon heute anschieben? Des Weiteren können wir durch das vorhandene Sportstättenkonzept schon heute zeitgleich 641.000 Menschen in den Stadien und Arenen begrüßen, ohne neu bauen zu müssen. Sportarten wie Handball, Basketball, Schwimmen, Reiten, Hockey oder Volleyball vor 40.000 bis 50.000 Zuschauern. Das wäre in der Geschichte der Spiele einzigartig und wir könnten den Spielen den Sport zurückgeben.

Jegliche Art von Großereignis – Sport-, Kultur- oder Politik-Veranstaltungen – ist mit zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen verbunden. Das gilt für Bundesliga-Spiele ebenso wie für WM- oder EM-Spiele und Feierlichkeiten wie die zum 30-jährigen Jubiläum des Falls der Berliner Mauer. Unsere Vision ist, ein ökologisch und ökonomisch nachhaltiges Konzept zu erarbeiten, zusammen mit den Menschen, die hier leben.

Das Budget zur Durchführung der Spiele wurde von uns gemeinsam mit Ernest & Young und der Boston Consulting Group erarbeitet. Grundsätzlich ist uns wichtig, gemeinsam mit den Menschen an Rhein und Ruhr ein ökologisch und ökonomisch nachhaltiges Konzept zu erstellen. Dafür steht die Nutzung von schon heute existierenden und temporär errichteten Sportstätten im Vordergrund. 90% der Sportstätten für die Spiele sind bereits heute vorhanden und werden wöchentlich, monatlich oder jährlich genutzt. Es entstehen nach den Spielen keine Bauruinen. Wir werben bei den Menschen dafür, dass sie uns Vertrauen entgegenbringen. Bei den Projekten, in die unser Gründer Michael Mronz bislang involviert war (Bsp. Reit-WM und Reit-EM in Aachen, Leichtathletik-WM in Berlin), wurde das geplante Durchführungsbudgets stets gehalten oder es wurde sogar besser gewirtschaftet als vorher geplant.

Unabhängige Befragungen, kamen zu dem Ergebnis, dass zwischen 66 und 70 Prozent der Menschen unser Konzept ökologisch und ökonomisch nachhaltiger Spiele begrüßen. In den über 250 Dialogveranstaltungen, die wir bisher durchgeführt haben, haben wir teilweise noch stärkeren Rückhalt erfahren, oft verbunden mit der Aufforderung, gemeinsam diesen Weg weiterzugehen und am Konzept zu arbeiten. Denn es geht nicht um uns, sondern um die Menschen in der Region Rhein-Ruhr. Nicht FÜR, sondern DURCH die Olympischen und Paralympischen Spiele können wir essenzielle Zukunftsthemen in NRW – wie die vernetzte Mobilität und Digitalisierung – entscheidend vorantreiben. Das ist die eigentliche Vision hinter den Spielen an Rhein und Ruhr. Neben den positiven Effekten, die sich auf den Sport auswirken. Sport spielt eine wichtige und tragende Rolle in unserer Gesellschaft und kann durch Olympische und Paralympische Spiele im eigenen Land wieder stärker in den Fokus gerückt werden. Der Sport als tragende Rolle in der Gesellschaft wurde von der UN im Dezember 2020 in einer Resolution nochmal ausdrücklich betont.

Ja. Solange die Spiele für 2032 noch nicht vom IOC vergeben worden sind, halten wir es für sinnvoll, unser Angebot aufrecht zu halten. Die beteiligten Kommunen als auch die Landesregierung und das IOC selbst haben uns ein sehr gutes Konzept bescheinigt. Die Vision und die Idee von Rhein Ruhr City kann und soll als ein Dekadenprojekt verstanden werden. Daher ist auch eine Bewerbung für den Zeitraum nach 2032 denkbar. Dies werden wir zusammen mit den Kommunen und der Landesregierung von NRW erarbeiten.